So setzen Sie Reinigungsmittel richtig ein: 6 Fakten und Tipps

So setzen Sie Reinigungsmittel richtig ein

Putzen gehört zu den Aufgaben, die wir oft als lästig empfinden, die aber gemacht werden müssen, wenn wir uns dauerhaft in unseren eigenen vier Wänden wohlfühlen wollen. Mit dem richtigen Reinigungsmittel geht das leicht von der Hand und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Im Dschungel an Putzmitteln verliert man jedoch schnell den Überblick. Welches Hausmittel wofür? Was sagt der pH-Wert der Reinigungsmittel aus? Was sind alkalische Reinigungsmittel? Sauer, alkalisch oder neutral?

Lassen Sie sich von der Vielzahl an Begriffen nicht verunsichern. Wir haben in unserem heutigen Blogbeitrag 6 Fakten und Tipps zusammengetragen, mit denen Sie nicht nur das passende saure, neutrale oder alkalische Reinigungsmittel im Haushalt verwenden, sondern sich auch über schnell sichtbare Erfolge freuen können.

Tipp 1: Informieren Sie sich über den pH-Wert der Reinigungsmittel

Fakt 1 zu unserem ersten Tipp ist: Vor der Beurteilung welches Reinigungsmittel sich für welche Aufgabe am besten eignet, sollten Sie den pH-Wert kennen.

Über diesen lässt sich relativ einfach bestimmen, welcher Reiniger sich beispielsweise bei öligen Flecken oder Kalkrändern am besten eignet. Aber keine Sorge, Sie müssen kein Chemiker sein, um die Zusammenhänge leicht zu verstehen.

Dabei steht der niedrigste Wert 0 für stark ätzende Säuren. der mittlere pH-Wert von 7 für neutrale Produkte, der höchste Wert mit 14 für stark ätzende Laugen.

Tipp 2: Unterscheiden Sie in sauer, alkalisch und neutral!

Sauer, alkalisch oder neutral? Der Fakt zu diesem Tipp ist ihnen sicher bereits klar, die drei Bezeichnungen hängen mit dem eben beschriebenen pH-Wert zusammen.

Klingt wissenschaftlich und hochkompliziert, ist es aber nicht, wenn Sie mit diesen drei Begriffen etwas anfangen können und wissen welche Reinigungsmittel sich zu welchem Zweck im Haushalt am besten eignen.

Neutral: Wir starten bei neutralen Putzmitteln, die bei einem Wert von 7 liegen, weil sie sich universell einsetzen lassen und somit gut für eine regelmäßige Haus- oder Wohnungsreinigung geeignet sind.

Sauer: Bewegen sie sich von der neutralen Mitte mit dem Wert 7 in den sauren Bereich, wird die Säure von schwach zu immer stärker. Man spricht allgemein von sauren Reinigern.

Alkalisch: Ähnliches gilt in die andere Richtung für Laugenmischen mit pH-Werten zwischen 7 und 14. Diese werden auch als alkalische Reinigungsmittel bezeichnet. Alkalische Reinigungsmittel sind als Putzmittel besonders beliebt, weil sie hervorragend organische Verschmutzungen lösen.

Unsere praktische Übersicht zeigt Ihnen noch einmal, worauf es ankommt:

  • pH-Wert kleiner als 7 bedeutet sauer
  • pH-Wert = 7 bedeutet pH- neutral
  • pH-Wert größer als 7 bedeutet alkalisch bzw. basisch

Der pH-Wert ist somit ein Indikator für die Wirkungsstärke von Säuren oder Laugen und macht die grobe Unterscheidung von Putzmitteln ganz einfach möglich.

Tipp 3: Verwenden Sie saure Reinigungsmittel gegen Kalk und Urinstein.

Fakt ist hier, Säuren können sehr wirkungsvoll gegen anorganische beziehungsweise mineralische Verschmutzungen sein. Sie eignen sich ideal um Kalkränder, Urinstein oder auch Rost und unedle Metalle zu eliminieren. Saure Reinigungsmittel kommen aus diesem Grund häufig im Bereich von Bad und WC sowie sanitären Anlagen zum Einsatz.

In diesem Zusammenhang gilt jedoch Vorsicht, denn es gibt leichtere und stark ätzende Säuren auf dem Markt. Bei den meisten Produkten für das Badezimmer sind sanftere Säuren wie Zitronensäure oder Amidosulfonsäure vollkommen ausreichend.

Besonders achtsam sollten Sie hingegen mit Essig und Essigessenz umgehen, denn die reizenden Säuren können beispielsweise Messinglegierungen nachhaltig schädigen.

Da Kalk von Säuren angegriffen wird, werden Natursteine, zu denen Marmorböden und Bereiche aus Granit oder Schiefer gehören, ebenfalls durch Säuren beschädigt. Reinigen Sie aus diesem Grund beispielsweise Küchenplatten aus Marmor oder Granit niemals mit einem Essigreiniger oder saurem Reinigungsmittel. Denn dadurch können unschöne Verfärbungen auftreten oder die Flächen sehen stumpf aus.

Gleiches gilt für Böden und Flächen aus Kork sowie natürlich für Kleidungsstücke, die Sie während der Reinigung tragen. Kommen Kork und Stoffe mit Säuren in Berührung, kann es zu extremen Schädigungen kommen. Dies gilt es auch für die Haut zu berücksichtigen. Tragen Sie beim Putzen mit sauren Reinigern stets Handschuhe, um Ihre Haut nicht zu verletzen.

Tipp 4: Nutzen Sie alkalische Reinigungsmittel gegen Fett, Eiweiß, Schmutz und andere Ablagerungen

Wir haben bereits die Frage: Was sind alkalische Reinigungsmittel? im Tipp 2 beantwortet. Alkalische Reinigungsmittel sind sozusagen das Gegenstück zu Säuren und eignen sich für organische Verschmutzungen wie Ablagerungen von Fett, Eiweiß, Pflanzenresten und ähnlichen Substanzen. Laugen beschädigen jedoch keine Metalle. Eine Ausnahme bildet Aluminium.

Ein wichtiger Fakt in diesem Tipp ist die Tatsache, dass Laugen sich aufgrund ihrer Eigenschaften auch ideal als Abflussreiniger eignen. Sie befreien die Rohre zum Beispiel von Haaren, ohne sie zu schädigen. Ebenso eignen sie sich um einige Farb- und Klebereste zu entfernen.

Zahlreiche auf dem Markt erhältliche Allzweckreiniger sind leicht alkalisch und verfügen damit auch über hervorragende protein- und fettlösende Eigenschaften. Die Alkalien haften fest am Schmutz und lösen sich oft schon durch leichtes Reiben gemeinsam mit der Verschmutzung von der zu reinigenden Oberfläche.

Ebenso wie bei Säuren gilt auch im Umgang mit Laugen Vorsicht, denn sie können von leichtem Soda zum Waschen bis zu extrem ätzendem Natriumhydroxid, dass unter anderem in Reinigern für Backöfen und Abflüsse verarbeitet wird, reichen.

Deutlich wird dies durch das Gefahrensymbol GHS 09, dass auf die Risiken für die Umwelt von alkalischen Reinigern hinweist. Wie bei Säuren gilt auch hier, tragen Sie zum Schutz der Haut bei der Arbeit mit Alkalien besser Handschuhe.

Tipp 5: Bringen Sie neutrale Produkte als Universalreiniger zum Wischen oder Hochdruckreinigen zum Einsatz

In diesem Tipp klarer Fakt ist, neutral steht für eine neutrale Reaktion und für Reiniger, die sich mit den enthalten Tensiden und die Emulgatoren ideal zur Universalreinigung eignen. Diese können Sie für leichte Verschmutzungen oder für die tägliche Reinigung aber auch den Hausputz beim Wischen sowie beim Hochdruckreinigen anwenden.

Neutralreiniger besitzen eine Reihe von Vorzügen gegenüber Säuren und Laugen, denn sie können ohne große Bedenken zum Einsatz kommen, sind schonend zum Material und eignen sich auch zur Anwendung auf empfindlichen Oberflächen. Darüber hinaus schädigen Sie die Haut bei der Hausarbeit nicht.

Tipp 6: Achten Sie auf eine ressourcenschonende und umweltfreundliche Anwendung

Alkalische Reinigungsmittel im Haushalt sorgen für strahlende Sauberkeit, sie sollten jedoch ebenso wie saure Reinigungsmittel nur sparsam und an den Stellen zum Einsatz kommen, wo sie tatsächlich auch gebraucht werden.

Für alle anderen Reinigungsaufgaben verwenden Sie am besten neutrale Universalreiniger, die in der korrekten Dosierung umweltschonend sind und keine bedenklichen oder ätzende Substanzen beinhalten. Das schont die Oberflächen in Ihrem Haushalt und gleichzeitig die Umwelt.

Fazit: Welches Hausmittel wofür?

Nach dem Lesen unseres Artikels kennen Sie nicht nur den PH-Wert der Reinigungsmittel, sondern wissen auch, welche Produkte für welchen Zweck im Haushalt am besten geeignet sind.

Leicht saure und alkalische Reinigungsmittel sind als Putzmittel für die jeweiligen Anwendungsgebiete hochwirksam. Oft genügt aber auch der Einsatz eines neutralen Allzweckreinigers in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, um die gewünschten Ziele zu erreichen.

Mit dem gesammelten Wissen können Sie sofort durchstarten und Ihre vier Wände gründlich und gleichzeitig materialschonend reinigen.

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